Der Hochzeitstanz

ist der magische Moment, der romantisch unvergessliche Höhepunkt der Hochzeit. Der Eröffnungstanz /Hochzeitstanz soll verdeutlichen, dass die Brautleute von nun an ein gemeinsames Paar sind.
 

Zur Historie:

Fakt ist: Getanzt wurde schon in jeder Epoche, unabhängig von Rang und Namen. Tanzen ist Ausdruck von Freude, Glück und Zusammengehörigkeit. Perfekt also für eine Hochzeit.

Aus der griechischen Mythologie geht folgendes hervor: in Platos Entstehungsgeschichte der Menschheit waren Menschen einst eine Kugel, die getrennt wurde. Die Sehnsucht nach der verlorenen Ganzheit zeigte sich in Gestalt des erotischen Begehrens, das auf Vereinigung abzielte. Seither seien die Menschen immer auf der Suche nach ihrem Gegenstück. Der Tanz soll somit verdeutlichen, dass sich zwei passende Stücke gefunden haben und wieder symbolisch zu einer Kugel verschmelzen.

Hochzeitsfeier hochzeitstanz
Hochzeitstanz auf Hochzeitsfeier C.: Foto/Privat

Der Hochzeitstanz findet in fast allen Kulturen, die wir kennen, ganz ähnlich statt. Er wird im Wesentlichen so wie er heute bekannt ist, prinzipiell seit dem Mittelalter getanzt. Die frisch geheiratete  übergibt den Brautstrauss auf der Tanzfläche einer Trauzeugin. So kann der Brautstrauß nicht durch geklaut werden. Mit dem folgenden  Tanz wird dann der Ringzauber fortgesetzt. Durch die befreundeten Gäste, welche im Kreis um die Eheleute herumstehen, sollen schlechte Gedanken und  Geister und  fabgewehrt werden. So kann das Brautpaar den aller ersten Tanz schließlich behütet und überglücklich innerhalb ihrer Familie und Ihren Freunden absolvieren.


Zum Tanzstil:
Neben einem Walzer gibt es viele anderer Tänze, die als Eröffnungstanz getanzt werden können. Darunter fällt als formelle Variante eindeutig der Foxtrott. Dieser Tanz ist leicht zu erlernen und kann sich vielen unterschiedlichen Melodien und Songs anpassen. Nach diesem Tanz kann als etwas entspanntere Version der Swing gewählt werden. Dieser Tanz ist der Casual-Way und ist in nur wenigen Tanzstunden zu erlernen. Für ganz leidenschaftliche Paare, die aber Eindruck hinterlassen möchten, eignen sich latinoamerikanische Tänze. Salsa, Rumba, Cha Cha nehmen zwar mehr Zeit in Anspruch, doch sind dafür ein wahrer Hingucker. Die latinoamerikanische Variante ist für Frühaufsteher geeignet. Walzer und der Swing sind für Brautpaare vorgesehen, die ihren Eröffnungstanz in zwei Stunden lernen möchten. Für dieses Vorhaben können spezielle Hochzeitstanzkurse besucht werden.

 

Zur Auswahl des Hochzeitsliedes

Hauptauswahlkriterien: Tanzbarkeit, gemeinsame emotionale Verbindung zu einem Lied, aktuelles Lieblingslied des Brautpaares.
Die Musikwahl ist beim Hochzeitstanz sehr wichtig und von großer Bedeutung.
Denn wählt man für diesen besonderen Moment das falsche Lied, kann der Tanz schnell seine Wirkung verfehlen und der Verlauf des Abends entwickelt sich doch anders als geplant. Wenn man sich für die klassische Variante in Form des Wiener Walzers entscheiden will, dann wählt man meist ein Musikstück von Johann Strauß. In der heutigen Zeit ist es jedoch häufig verbreitet sich vom klassischen zu entfernen und eher die langsamere Variante zu wählen. 
Bei dieser Variante kann das Brautpaar auf moderne und Individuelle Lieder zurückgreifen. Die frisch vermählten müssen sich bei der Wahl des Liedes wohl fühlen und es sollte für die Braut und den Bräutigam eine Bedeutung haben, bei der sie sich beim Erklingen des Liedes an sich oder an einen besonderen Moment in ihrer Zeit zusammen erinnern können.

hochzeitstanz hochzeitsfeier

Hochzeitstanz mal ganz anders:
Abgesehen von klassischen Evergreens (meist Walzer oder Slow-fox) und aktuellen Balladen (oft nur sog. Kuschel-Blues) wird auch hin und wieder auf einen speziellen Musikmix getanzt. Die Musik beginnt als klassischer Eröffnungstanz und wechselt kurz danach unerwartet zu einem fetzigen eingeübten Tanzspektakel des Brautpaares. Hierbei werden verschiedene, meist sehr prägnante kurze Hit-Ausschnitte zusammen gemischt und das Brautpaar tanzt eine eigene spezielle, oft lustige Choreografie. So entsteht ein ganz individueller Hochzeitstanz, der die Gäste überraschen soll. Nachteile: hoher Zeitaufwand für die Einübung und die Gefahr, dass die Aufführung misslingt.
Moderne Variante dazu: der Flashmob (Tanzmob) Hochzeitstanz: Diese Variante des Eröffnungstanzes wirkt tatsächlich wie eine Tanzshow, da das Brautpaar gemeinsam mit anderen Gästen einen gemeinsamen Tanz ausgearbeitet, einstudiert und dann aufgeführt wird. (Variation/Alternative: Gäste üben den Tanz ein und überraschen das Brautpaar mit der Aufführung)

 

Zum Ablauf:

Der DJ oder einer der Live-Musiker bittet die Gäste aufzustehen, zur Tanzfläche zu kommen und sich im Kreis aufzustellen.

Die Braut und der Bräutigam betreten die Mitte der Tanzfläche und machen sich bereit. Dann startet die Musik (vom Dj oder der Live-Band) und der Hochzeitstanz beginnt. Hierbei können die wundervollsten Fotos geschossen werden. Die ganze Hochzeitsgemeinschaft steht im Kreis um das Brautpaar zusammen und lässt es mit Bewunderung und evtl. Wunderkerzen oder ähnlichem hochleben. Manchmal werden im Laufe des Liedes durch Tanzpartnertausch Eltern/Verwandte oder Trauzeugen - manchmal auch schon alle Gäste einbezogen. Hierzu gibt es verschiedene Modi, in welcher Reihenfolge wann wer wen zum Tanz auffordern wird.
Hochzeitstanz

Zum Zeitpunkt:

Zumeist bildet der Hochzeitstanz abends nach dem Essen den Übergang vom förmlich/ festlichen Teil zur eigentlichen Party, also zum vergnüglichen, feuchtfröhlichen Teil der Hochzeitsfeier.

In Ausnahmefällen wird er schon vor einer Nachmittags-Tanzrunde nach dem "Kaffee-Trinken" getanzt. (Vorteile: schon frühzeitige Auflockerung des festlichen Teils der Feier, tanzfreudige Gäste kommen frühzeitig zum Zug und freuen sich. Der Hochzeitstanz kann für manche Brautpaare ein unangenehmer Programmpunkt darstellen, der somit schnell hinter sich gebracht werden kann)

Haben die Braut und der Bräutigam jedenfalls ihren ersten Tanz als Ehepaar genossen, die Paarwechsel mit den Eltern einen schönen Abschluss gefunden und die Gäste die Tanzfläche mit guter und feierlicher Laune gefüllt, kann einer guten Hochzeitsfeier, bis in die späten Abendstunden, nichts mehr im Wege stehen.
 

Schlussbemerkungen:

1. Viele Brautpaare absolvieren vor der Hochzeitsfeier einen Tanzkurs in einer Tanzschule, um sich so optimal auf Ihren Hochzeitstanz vorzubereiten. Auch im Web werden online-Tanzkurse angeboten.

2. Unter Umständen kann auch auf den Hochzeitstanz komplett verzichtet werden.
 

Fazit:

Der Hochzeitstanz ist der erste Tanz, den die frisch verheirateten Eheleute zusammentanzen. Er kann sowohl die sinnliche Zuneigung zueinander zum Ausdruck bringen als auch die Lebensfreude, die sie miteinander verbindet – auf alle Fälle aber sollte der Hochzeitstanz zu dem Paar passen, das ihn tanzt!

Mit dem Hochzeitstanz kommt Schwung in die Party. In erster Linie sollte dieser zum Brautpaar passen, doch wenn auch die Gäste Spaß daran haben – umso besser! Ob klassisch oder modern, bestimmen Sie – es gibt schließlich viele schöne Lieder, die sich zum Paartanz eignen.

Hier eine Liste mit gängigen Hochzeitslieder

 

Quellen:
https://www.sat1.de/ratgeber/familie/hochzeit/hochzeitstanz-lieder-von-modern-bis-klassisch

https://www.rtl.de/themen/thema/hochzeitstanz-t10381.html

https://keep-dancing.de/der-hochzeitstanz/:

http://www.ratgeber-hochzeitsmusik.de/hochzeitstanz-lieder/

https://www.wilvorst.de/hochzeit-mehr/hochzeitstanz.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Kugelmenschen

 

 

 

 

 

 

 

_________________________________________________________________